Wir haben Dr. Maurizio Dal Maso, den medizinischen Direktor von Fanfani Diagnostica e Salute, gefragt , wie sich die Wahrnehmung von AIDS und damit auch der Kampf gegen seine Ausbreitung im Laufe der Jahre verändert hat.
Die Wahrnehmung von AIDS hat sich in den letzten Jahrzehnten aus mehreren Gründen gewandelt. An erster Stelle steht die Entwicklung hochwirksamer antiretroviraler Medikamente, die HIV zu einer beherrschbaren Krankheit gemacht haben und das Leben HIV-positiver Menschen verlängern. Dies hat dazu beigetragen, die mit der Krankheit verbundenen Ängste abzubauen. Heute gibt es ein größeres Bewusstsein. Im Laufe der Jahre wurden Sensibilisierungskampagnen durchgeführt, um die Öffentlichkeit über HIV/AIDS aufzuklären und so Unwissenheit und Angst zu verringern. Genaue Informationen und Prävention sind leichter zugänglich und zuverlässiger geworden.
Auch der Aspekt des sozialen Wandels ist wichtig.
Auch die Einstellung gegenüber dem Virus hat sich dank des gesellschaftlichen Bewusstseins geändert, das dazu beigetragen hat, Vorurteile gegenüber HIV-positiven Menschen abzubauen. Der Aspekt der Prävention und Diagnose ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Die Verfügbarkeit von HIV-Tests und die Bedeutung der Prävention sind deutlicher geworden, was die Menschen ermutigt, ihren Serostatus zu kennen und sich sicherer zu verhalten.
Wie und durch was hat sich die Lebensqualität eines kranken Patienten im Vergleich zu früher verbessert?
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Lebensqualität der Patienten dank bedeutender Fortschritte bei der Diagnose und Behandlung der HIV-Infektion sowie dank der antiretroviralen Therapien (TAR), die die Behandlung der Infektion revolutioniert haben, erheblich verbessert. Diese Medikamente tragen dazu bei, die Virusvermehrung zu kontrollieren, die Viruslast im Körper zu verringern und dem Immunsystem zu ermöglichen, seine Funktion wieder aufzunehmen. HIV-Tests sind schneller und genauer geworden und ermöglichen eine frühere Diagnose und eine ständige Überwachung der Viruslast und der Antikörperreaktion.
Gibt es neue Instrumente, die andere Ansätze für die Frühdiagnose ermöglicht haben?
Natürlich gibt es auch andere Funktionen, die das Infektionsrisiko bei Sexualpartnern von HIV-Patienten verringert haben. Es ist auch wichtig, daran zu denken, dass die Infektion trotz erheblicher Fortschritte bei der Behandlung von HIV/AIDS immer noch eine "chronische" Krankheit ist, die eine langfristige Behandlung und eine aktive Beteiligung des Patienten erfordert. Die Therapietreue ist entscheidend für den Erfolg der antiretroviralen Therapien.
Welche Labortests sind für die Überwachung des Krankheitsverlaufs nützlich?
Zur Überwachung des Krankheitsverlaufs werden verschiedene Labortests durchgeführt. Mit diesen Tests werden der Zustand des Immunsystems, der Grad der HIV-Replikation und das allgemeine Funktionieren des Körpers beurteilt. Zu den gängigsten und nützlichsten Labortests zur Überwachung des Fortschreitens von AIDS gehören die HIV-Viruslast und die CD4/CD8-Zellzahl.
Und sonst?
Zu nennen sind hier Leber- und Nierenfunktionstests, Cholesterin- und Lipiduntersuchungen sowie Tests auf opportunistische Infektionen. Abschließend lässt sich sagen, dass die Behandlung von AIDS einen personalisierten Ansatz und eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und dem medizinischen Team erfordert, mit neuen Instrumenten für Diagnose und Behandlung.
Die Prävention bleibt der Schwerpunkt, den wir nie aus den Augen verlieren dürfen.
Sie ist der Grundpfeiler für die Verringerung der Zahl der Neuinfektionen und die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit. Aufklärung und Sensibilisierung, Verwendung von Kondomen, Präexpositionsprophylaxe, HIV-Tests und mehr. AIDS-Prävention ist der Schlüssel zur Verringerung der Ausbreitung des Virus und zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit. Es ist wichtig, dass wir uns weiterhin dafür einsetzen, über die HIV-Prävention zu informieren und aufzuklären und den Zugang zu Tests, Beratung und Behandlung für diejenigen zu gewährleisten, die sie benötigen.
